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Stellungnahme der BI Asyl zum Weinweg

 Mit Entsetzen haben wir die Stellungnahme der Bürgermeisterin Freudenstein im Donaustrudl (Mai) gelesen.

Sie stellt die alternativlose Schließung der GU Weinweg für 2022 in Aussicht. Was daraufhin mit den Bewohner*innen passiert, wird offen gelassen. Es wird gar suggeriert, dass die Bewohner*innen seit Jahren in Regensburg wohnen und längst ausziehen könnten, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Eine aktuelle Anfrage des MdL Jürgen Mistol ergab, dass mehr als ein Drittel der Geflüchteten in 2020 und 2021 eingezogen sind. 47 Bewohner*innen sind auszugsberechtigt, finden aber keine bezahlbare Wohnung in Regensburg.  29 Personen sind nicht auszugsberechtigt. Vor diesem Hintergrund einen schnellen Auszug aus der Wohnanlage im Weinweg zu fordern, kann als populistisch bezeichnet werden.  Noch zynischer wird das Statement der Sozialbürgermeisterin, indem sie versucht, Obdachlose gegen Geflüchtete auszuspielen. Hilfe darf nicht in Konkurrenz stehen, sie muss solidarisch und universell verfügbar sein. Anstatt also mehr Räume zur schaffen, wird der bestehende Raum künstlich verknappt. Seit langem angekündigte Sanierungsplanungen, wie beispielsweise die Notwohnanlage in der Aussigerstraße, werden verschleppt.  Als BI Asyl ist für uns klar: Dezentrale Unterbringung von Geflüchteten ist unser Ziel. Solange die GU Weinweg jedoch noch als Unterbringung benötigt wird, sollte sie auch zur Verfügung stehen. Hier Interessen gegeneinander auszuspielen, ist schäbig. 3.6.2021

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