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[07.02.10] Essenspaketboykott von Flüchtlingen ab 09. 03. auch in Regensburg – PM der BI Asyl

Pressemitteilung der BürgerInnen-Initiative Asyl Regensburg, 7.3. 

Flüchtlinge aus dem Flüchtlingslager Plattlingerstr. Regensburg haben uns informiert, daß auch dort eine Gruppe von indischen und irakischen Flüchtlingen ab kommenden Dienstag 09. März 2010 die Essenspakete boykottieren werden. Nach ihrer Unterschriftensammlung und dem Pressegespräch vom 23. Februar schließen sie sich nun in dieser Form dem bayenrweiten Kampf der Flüchtlinge für menschenwürdige Lebensbedingungen an.

Erklärung der Regensburger Flüchtlinge zum Essenspaketboykott 

Weil die Verantwortlichen die Stimmen der Flüchtlinge immer noch nicht hören wollen, haben wir uns entschlossen, die gelieferten Essenspakete ab 09 .März 2010 zu boykottieren. Wir schliessen uns dem Boykott unserer Kameraden aus den Flüchtlingsgslagern Hauzenberg, Breitenberg und Bogen an. Unsere Forderungen sind die Forderungen aller Flüchtlinge, für die Ende Februar schon 52 von uns unterschrieben haben:
– Bargeld statt Essenpaketen
– weg mit der Residenzpflicht
– generelle Arbeitserlaubnis
– Abschaffung der Lagerpflicht
– Respekt von den Verantwortlichen in Ausländerbehörden, Landratsämtern u, dem Innenministerium
Wir rufen die Verantwortlichen auf, endlich zu handeln!

Die Flüchtlinge erklären ihren Boykott bei der nächsten Essenspaketausgabe am Dienstag 09. März, 13 Uhr – 13.30 Uhr im Flüchtlingslager und laden dazu die lokalen Pressevertreter zur Berichterstattung freundlich ein:

Zeit: Dienstag 09. März, 13 – 13.30 Uhr
Ort: Flüchtlingslager Plattlingerstr. Nr. 14-16, Essenspaketausgabe

Sprecher und Ansprechpartner für die Presse der indischen Flüchtlinge ist Herr Singh Balwinder Tel 0178 -8842230. (englisch sprechend, auch etwas deutsch). Sprecher und Ansprechpartner der irakischen Flüchtlinge ist Herr Gihad Frman Kote, Tel 0176-85382457. Da Herr Kote kein Deutsch und kein Englisch spricht, können Sie sich unter Tel 0176/68709994 auch an einen deutsch sprechenden Flüchtling als Dolmetscher wenden. Auch wir von der BI Asyl stehen für Fragen und Informationen unter Tel 0941-86214 (tagsüber meist AB) oder – tagsüber meist schneller – per emailgotthold.streitberger@gmx.de gerne zur Verfügung.

Die BI Asyl unterstützt den Boykott und erklärt dazu: „Der Kampf der Flüchtlinge gegen die vor über 25 Jahren eingeführten Zwangs- und Abschreckungsmaßnahmen, die erwiesenermaßen krank machen (vgl Expertenlandtag-sanhörung April 2009) ist über den Einsatz für ihre unmittelbaren Interessen ein Kampf für mehr Demokratie, mehr Rechtsstaatlichkeit und mehr Menschlichkeit.“ Wir rufen dazu auf, den Boykott durch Unterstützungserklärungen und Solidaritätsspenden zu unterstützen. Alle bei uns eingehenden Erklärungen und Spenden leiten wir den Flüchtlingen weiter. Die politisch Verantwortlichen müssen endlich handeln!

Viele Informationen zum bayernweiten Protest und dem Boykott und den Hintergründen siehe die internetseiten von: Bayerischer Flüchtlingsrat www.fluechtlingsrat-bayern.de ; Karawanegruppe München www.carava.net und BürgerInnen-Initiative Asyl Regensburg,www.biasyl.de

Wir bitten um Veröffentlichung.

Für die BI Asyl Regensburg Gotthold Streitberger, Karin Prätori 07.032.2010

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