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[02.05.10] Bühnenstück von ueTheater / Kurt Raster „lieber sterben“, 05./06 Mai , Unitheather

neues Bühnenstück von ueTheater / Kurt Raster

lieber sterben“

Zeit: 05. / 06. Mai 2010 , jeweils 19:30 Uhr .
Ort: Uni-Theater, Albertus-Magnus- Straße 4.

Die BI Asyl wird mit einem Infotisch zum Thema präsent sein und wir stehen im Anschluss an die Aufführungen zusammen mit Theaterleuten und Vertreter/innen anderer örtlicher Asylgruppen (ai-AK Asyl, RFF) für Fragen/Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung.

nachfolgend der Presseinfotext des ueTheaters zum Stück:

Das neue Bühnenstück des ueTheaters „lieber sterben“ entstand auf Anregung von BI Asyl. Es erzählt in Tagebuchform die authentische Geschichte einer Roma-Familie, die vor Pogromen aus dem Kosovo flüchtet und unter dramatischen, aber leider allzualltäglichen Umständen, von deutschen Behörden abgeschoben wird. Ein Sprecher stellt allgemeine Bezüge zur Flüchtlingsproblematik her. Die Lesung wird von einer sechsköpfige Musikgruppe mit Stücken in folkloristischem Balkanstil aufgelockert. Im Anschluss stellen sich Theaterleute und Vertreter/innen der örtlichen Asylgruppen BI Asyl, des Regensburger Flüchtlingsforums und des Arbeitskreises Asyl von Amnesty International für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung. Asylbewerber haben freien Eintritt. Der Erlös der Veranstaltung wird Pro Asyl gespendet.

Der Fall der abgeschobenen Roma-Familie ist deshalb besonders gravierend,
weil Deutschland bezüglich Roma eine zweifache Schuld trägt. 500 000 Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten ermordet, vermutlich die Hälfte der damaligen Bevölkerungszahl.

Und Deutschland trieb den Jugoslawienkrieg voran. Er ist die zweite große
Katastrophe nach dem Holocaust für diese größte europäische Minderheit. Unter den Augen der Nato-Schutztruppen wurden über 100 000 Roma aus dem Kosovo vertrieben. Unzählige starben.

Nun will die Bundesregierung 10 000 Roma in den Kosovo zurückschicken,
obwohl laut dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen UNHCR ihr Leben dort immer noch bedroht ist, ihre Häuser zerstört sind und sie im mittlerweile ärmsten Land Europas keinerlei Überlebensperspektive haben. „lieber sterben“ ist ein Stück für Asyl. Die Roma-Familie steht stellvertretend für weltweit über 100 Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat vor Krieg, Rassismus, religiösem Wahn, Umweltkatastrophen, sexueller Ausbeutung oder schlicht aufgrund blanken Hungers fliehen. Doch trotz ihres Leids werden sie als
„Wirtschaftsflüchtlinge“, gar als „Schmarotzer unserer Sozialsysteme“
diffamiert. Dass unser Reichtum aber nicht zum kleinsten Teil auf dem Elend
der Ärmsten beruht, wird dabei geflissentlich übersehen.

Am 5. und 6. Mai jeweils 19:30 Uhr im Uni-Theater, Albertus-Magnus- Straße
4.
Kartenreservierung: 0941 / 700 299, uetheater@gmx.dewww.uetheater.de

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