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BFR Newsletter ‘Asyl in Bayern’

Newsletter ‘Asyl in Bayern’

Newsletter des Projekts VOR ORT des Bayerischen Flüchtlingsrats, 11/2015.
Für Ehrenamtliche und andere Aktive in der Asylarbeit.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Aktive und Interessierte,

mit dem Newsletter ‘Asyl in Bayern’ möchten wir praktisch relevante Informationen für Ehrenamtliche in der Asylarbeit in Bayern zur Verfügung stellen. Um Ihre Arbeit zu erleichtern, möchten wir Sie über rechtliche und praktische Neuerungen, aktuelle Arbeitshilfen und interessante Veranstaltungen auf dem Laufenden halten.
Der Newsletter ist natürlich nicht erschöpfend, wir können lediglich eine Auswahl an Themen behandeln. Trotzdem ist diese Ausgabe aufgrund der vielen Neuerungen sehr umfangreich geworden. Wir hoffen, Sie damit nicht zu überfordern und empfehlen selektives Lesen dessen, was Sie interessiert.
Wir freuen uns, wenn Sie uns Hinweise zu Themen, Arbeitsmaterialien und Terminen zusenden, die wir in den nächsten Newsletter aufnehmen können.

Sie erhalten nun den ersten ausführlichen Newsletter über diesen Verteiler. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese E-Mail weiterverbreiten würden.
Sollten Sie den Newsletter nicht direkt erhalten haben, können Sie diesen hier abonnieren: >>>Newsletter abonnieren. Sollten Sie den Newsletter abbestellen wollen, senden Sie eine kurze E-Mail an vor-ort@fluechtlingsrat-bayern.de.

Wir hoffen, dass Ihnen nachfolgende Informationen weiterhelfen und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre wichtige Arbeit.

Freundliche Grüße,

Ben Rau, Hanna Smuda und Markus Geisel

Inhalt:

Umfassende Verschärfung des Asylrechts: Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz

Zunächst ein etwas längerer, weil sehr wichtiger Punkt: Die Bundesregierung hat im Schnellstverfahren innerhalb weniger Wochen das ‘Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz’ umgesetzt, das bereits zum 24.10.2015 in Kraft getreten ist. Mit dem Gesetz werden umfassende Änderungen im Asylrecht vorgenommen. Trotz umfassender Kritik von Menschenrechtsorganisationen, Kirchen und Opposition (ausführlich z.B. >>> hier) finden sich vor allem deutliche Verschärfungen in dem Gesetzesentwurf.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen durch das Gesetz finden Sie bei asyl.net:
>>> asyl.net: Wichtige Neuerungen durch das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz

Wir empfehlen Ihnen, den o.g. Text zu lesen, um einen Überblick zu erhalten. Hier stellen wir nur knapp die wichtigsten Änderungen dar.

Besonders hart getroffen werden Menschen aus sog. Sicheren Herkunftsländern. Die Liste dieser Länder wurde mit dem Gesetz erweitert, wodurch Albanien, Kosovo und Montenegro zu Ghana, Senegal, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien hinzukommen.
Antragsteller aus diesen Ländern sollen künftig dauerhaft, bis zur Abschiebung oder Ausreise (sofern sie nicht einen Schutzstatus zugesprochen bekommen, was äußerst selten ist) in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Haben sie einen Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt, unterliegen sie einem dauerhaften Arbeitsverbot (wobei in Bayern auch die davor Eingereisten durch eine Weisung des Landes betroffen sind).

Für alle Asylsuchenden wird die maximale Verweildauer in Erstaufnahmeeinrichtungen von drei Monaten auf sechs Monate erhöht. Für diese Zeit gelten grundsätzlich ein Arbeitsverbot und eine räumliche Beschränkung („Residenzpflicht“).
Auch die Änderungen bei der Sozialleistungsversorgung betreffen alle Asylsuchenden. In den Erstaufnahmeeinrichtungen sollen künftig nicht nur die Leistungen zur Deckung des physischen Existenzminimums (Ernährung etc.), sondern auch die zur Deckung des soziokulturellen Existenzminimums („Taschengeld“; Kommunikation, Verkehr, etc.) durch Sachleistungen gewährt werden. Wie das umgesetzt werden soll, ist allerdings unklar. Auch in der Anschlussunterbringung können diese Leistungen zum persönlichen Bedarf auf diese Weise gewährt werden.
Massiv ausgeweitet wurden ebenfalls die Möglichkeiten der Leistungskürzungen, wovon viele Personen mit Duldung sowie „Dublin-Fälle“ betroffen sind.

Fatal ist außerdem, dass Abschiebungen in der Regel nicht mehr angekündigt werden dürfen.

Zudem wurde die BÜMA (‘Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender’) nun gesetzlich geregelt. Versäumt wurde dabei zu regeln, welche aufenthalts- und sozialrechtlichen Konsequenzen mit dem Papier einhergehen (z.B. Fristbeginn Arbeitsmarktzugang). Grundsätzlich sollte davon ausgegangen werden, dass die BÜMA hier einer Aufenthaltsgestattung gleichgestellt ist, letztendlich bedarf es hier allerdings wohl einer gerichtlichen Klarstellung.

Zu guter Letzt eine der wenigen positiven Neuerungen: Die Integrationskurse wurden für einen Teil der Asylsuchenden (und einen winzigen Teil der Geduldeten) geöffnet. Personen aus Syrien, Irak, Iran und Eritrea können nun auch vor der Anerkennung an einem Integrationskurs teilnehmen.
Näheres dazu, siehe hier: >>> Flüchtlingsrat Niedersachsen: Öffnung der Integrationskurse – wer darf teilnehmen?

Insgesamt bedeutet das Gesetz eine Rolle rückwärts im Asylrecht. Viele Verbesserungen der letzten Monate und Jahre wurden zurückgenommen, tot geglaubte Instrumente wie Sachleistungen und die „Residenzpflicht“ werden wieder erweckt und die Situation für viele Asylsuchende verschlechtert sich drastisch. Die Rechtmäßigkeit einzelner Punkte ist mindestens fragwürdig und die Umsetzung an verschiedenen Stellen noch unklar.

Trotzdem ist dies noch nicht das Ende der Fahnenstange. Die Bundesregierung arbeitet derzeit mit dem „Asylpaket II“ an weiteren Verschärfungen. Das Gesetzgebungsverfahren steht hier noch am Anfang, eine Bewertung des ersten Entwurfs finden Sie hier: >>> Pro Asyl: Frontalangriff auf das individuelle Asylrecht

 

Abschiebungen nach Afghanistan?!

Derzeit erreichen uns viele panische Anfragen von afghanischen Flüchtlingen und Ehrenamtlichen zu möglichen Abschiebungen nach Afghanistan. Grundsätzlich sind Abschiebungen nach Afghanistan bereits seit einigen Jahren möglich, wegen der verheerenden Sicherheitslage wurde jedoch weitgehend davon abgesehen. Seit 2011 hat Bayern versucht, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen, es dennoch aber nur geschafft einige wenige Personen abzuschieben.
Das könnte sich nun ändern. Auch die Bundespolitik hat nun ihren Willen bekundet, zeitnah vermehrt Menschen nach Afghanistan abschieben zu wollen, der bayerische Innenminster Herrmann möchte nun “ein deutliches Signal setzen”. All das, obwohl der Bundeswehreinsatz in Afghanistan gerade erst verlängert wurde und die Sicherheitslage fatal ist (Näheres hier: >>> Pro Asyl).

In einigen Landkreisen erhalten geduldete Afghanen bereits nur noch Grenzübertrittsbescheinigungen, andernorts wurden vermehrt Termin zur Passbeschaffung beim afghanischen Konsulat vergeben. Der Druck auf die Betroffenen steigt also bereits merklich. Auch der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags hat in dieser Woche negativ über einige Petitionen afghanischer Flüchtlinge entschieden und in diesen Fällen den Weg für eine Abschiebung frei gemacht.

Dennoch sollte man keine Panik bekommen, sondern erstmal den Einzelfall genau ansehen:

  • Personen, die sich noch im Asylverfahren befinden, also eine Aufenthaltsgestattung (oder BÜMA) haben, können nicht abgeschoben werden. Asylverfahren dauern gerade bei Afghanen sehr lange, oftmals mehr als zwei Jahre.
  • Personen, die einen Schutzstatus zugesprochen bekommen haben, können ohnehin nicht abgeschoben werden. Egal, ob einen Flüchtlingsstatus, einen subsidiären Schutz oder ein nationales Abschiebungsverbot
  • Abgelehnte Asylbewerber mit einer Duldung sind grundsätzlich von einer Abschiebung bedroht, wie konkret das ist, muss man im Einzelfall bewerten.
    • Für eine Abschiebung ist immer ein Reisedokument notwendig. Wer also bereits einen Pass abgegeben hat, sollte dringend anwaltliche Beratung aufsuchen.
    • Wer kein Reisedokument abgegeben hat, wird gegebenenfalls aufgefordert, dies beim afghanischen Generalkonsulat in München zu beantragen. Ob tatsächlich ein Reisedokument erstellt wird, entscheidet das Generalkonsulat, hier sind die Erfahrungen unterschiedlich.
    • Grundsätzlich sollte gut überlegt werden, ob ein Reisepass beantragt oder abgegeben werden sollte. Verweigerungen können ggf. zu Sanktionen wegen der Mitwirkungspflichtverletzung führen, wer einen Pass abgibt läuft jedoch Gefahr, abgeschoben zu werden. Im Zweifelsfall sollte auch hier anwaltliche Beratung eingeholt werden.

Über den Einzelfall hinaus, sollte politisch versucht werden, Abschiebungen im größeren Stil zu verhindern. Der Bayerische Flüchtlingsrat und Pro Asyl bereiten derzeit weitere Öffentlichkeitsarbeit vor, über die wir sie gerne informieren werden und wobei wir über Beteiligung dankbar sind.

Veranstaltungshinweis zu diesem Thema:
11.12.2015, Freitag: Informationsgespräch „Afghanistan – Ein sicheres Land?“ im Bayerischen Landtag; Näheres siehe unten

 

Wiedereinführung der Dublin-Verfahren für syrische Flüchtlinge

Das BAMF hat seine Weisung, dass Dublin-Verfahren für syrische Flüchtlinge nicht angewendet werden, aufgehoben. Die Dublin-Verordnung gilt nunmehr für Antragsteller aus allen Herkunftsstaaten. Auch das ist zunächst kein Grund zur Panik.
Zum einen ist unklar, inwiefern das völlig überlastete BAMF es schaffen soll, innerhalb der Fristen die vielen Dublin-Verfahren durchzuführen. Außerdem wird sich erst zeigen, inwiefern Ungarn, Kroatien, etc. bei den Überstellungen kooperieren und tatsächlich auch Flüchtlinge (in größeren Zahlen) zurücknehmen. In 2014, als das Dublin-System auch ganz regulär für SyrerInnen galt, wurden lediglich 102 SyrerInnen über die Dublin-Verordnung abgeschoben, während Deutschland in 5.300 Fällen Übernahmeersuchen an andere Staaten gestellt hat. Die Erfolgsquote lag also bei unter 2%.

Nichtsdestotrotz werden sich damit die Asylverfahren der einzelnen Asylantragsteller verlängern, nachdem die Dublin-Prüfung der Prüfung des Asylantrags auch bei SyrerInnen wieder vorangestellt wird. Außerdem wird sich der Arbeitsaufwand für Flüchtlinge, Unterstützer und Anwälte wieder erhöhen, nachdem man sich im Einzelfall eben doch mit dem Dublin-Verfahren abmühen muss. Und am Ende wird es wohl doch in einigen Fällen tatsächlich Überstellungen geben.

Diese beiden Beratungshilfen erläutern die Funktionsweise des Dublin-Verfahrens und zeigen Handlungsmöglichkeiten gegen Dublin-Überstellungen auf:
>>> asyl.net, Basis-Information Nr. 2: Dublin-Verfahren

>>> Pro Asyl, Erste Hilfe gegen Dublin-Abschiebungen

 

Neuerungen beim Arbeitsmarktzugang

Oben haben wir zwar bereits kurz einige Änderungen beim Arbeitsmarktzugang durch das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz aufgeführt, möchten diesen Punkt hier aber nochmals näher erläutern.

Zum einen wird die maximale Dauer der Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen auf sechs Monate verlängert. Für diese Zeit gilt für alle Asylsuchenden ein Arbeitsverbot. Zum anderen gilt für Antragsteller aus den sog. Sicheren Herkunftsländern, die nach dem 31.08.2015 einen Asylantrag gestellt haben, per Bundesgesetz ein grundsätzliches Arbeitsverbot.
Diese Einschränkung kommt in Bayern jedoch nicht zur Geltung, da mit Weisung vom 30.03.2015 ohnehin ein weitgehendes grundsätzliches Arbeits- und Ausbildungsverbot für diese Personengruppe gilt. Gegen diese bayerische Sonderregelung sind in Einzelfällen derzeit Klagen anhängig.

Im Einzelfall positiv ist, dass eine Beschäftigung in Leih- bzw. Zeitarbeit nun nicht mehr, wie gehabt, erst nach 48 Monaten, sondern bereits nach 15 Monaten Aufenthalt grundsätzlich möglich ist. Dies könnte für viele Flüchtlinge einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bieten.

Außerdem nochmals der Hinweis zur BÜMA: Es sollte davon ausgegangen werden, dass die BÜMA (‘Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender’) grundsätzlich wie eine Aufenthaltsgestattung behandelt werden sollte. Wer also drei Monate im Besitz einer BÜMA ist (und nicht mehr in einer Erstaufnahmeeinrichtung lebt), sollte einen nachrangigen Arbeitsmarktzugang haben genauso wie jemand mit Aufenthaltsgestattung. Allerdings fehlt bislangeine grundsätzliche Klärung durch den Gesetzgeber oder die Rechtsprechung.

Handreichungen:

Bei einer Verweigerung der Arbeitserlaubnis bzw. der Erteilung eines Arbeitsverbots, empfehlen wir diese Handreichung mit wichtigen Hinweisen zu verschiedenen Fallkonstellationen:
>>> GGUA: Arbeitserlaubnis verweigert: Das muss oft nicht sein!

Hier finden Sie allgemeine Übersichten / Arbeitshilfen zum Arbeitsmarktzugang mit Aufenthaltsgestattung, Duldung und anderen Status hier (Stand November 2015):
>>> Bundesagentur für Arbeit: Zugang zum Arbeitsmarkt und Leistungen des SGB II und III für Migranten/innen
>>> GGUA: Zugang zur Beschäftigung

Eine Übersicht zum Zugang zu verschiedenen Formen eines Praktikums finden Sie hier:
>>> GGUA: Erfordernis einer Arbeitserlaubnis bzw. einer Zustimmung zur Beschäftigung für ein Praktikum

Zu Ausbildungsverboten und Auswirkungen der Neuregelungen auf junge Flüchtlinge finden Sie hier einige Hinweise:
>>> B-UMF: Ausbildungsverbote und weitere Bildungseinschränkungen ab 24 . Oktober 2015

 

Arbeitsvisa für Flüchtlinge aus den Balkan-Staaten

Neben der vielen Einschränkungen für Flüchtlinge aus den Balkan-Staaten durch das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz, wurde wenigstens eine begrüßenswerte Neuerung mit der Möglichkeit der Arbeitsmigration für Personen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien eingeführt.

Gemäß § 26 (2) Beschäftigungsverordnung kann für Personen dieser Gruppe eine Zustimmung zu Beschäftigung und Aufenthalt unabhängig von der Qualifikation für eine bestimmte Arbeitsstelle erteilt werden.

  • Dazu muss zunächst ein konkretes Arbeitsplatzangebot vorliegen.
  • Es muss der Antrag auf Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis aus dem Ausland, also über ein Visumsverfahren, gestellt werden.
  • Es dürfen 24 Monate lang keine Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgsetz bezogen worden sein.
    Hierbei gibt es jedoch eine Übergangsregelung: Wer zwischen dem 02.01.2015 und dem 24.10.2015 einen Asylantrag gestellt hat und nach dem 24.10.2015 „unverzüglich ausreist“, ist von der zweijährigen Wartefrist ausgenommen.
  • Die Bundesagentur für Arbeit muss in der Regel zustimmen, inklusive Vorrangprüfung und Prüfung der Beschäftigungsbedigung.
    Hiervon wird abgesehen, wenn es sich um eine Beschäftigung in einem sog. Mangelberuf handelt (>>> aktuelle Positivliste der Agentur für Arbeit)

Erfahrungen mit dieser neuen Möglichkeit der Arbeitsmigration sind uns noch nicht bekannt. Ebenfalls wissen wir nicht, wie die deutschen Auslandsvertretungen in den betreffenden Staaten damit umgehen. Grundsätzlich muss wohl davon ausgegangen werden, dass neben der Jobsuche aus dem Ausland die weitere große Hürde die Dauer der Visumsverfahren sein wird.

 

Studie Robert-Bosch-Stiftung: Erfolgsfaktoren der Integration?

Eine aktuelle Studie der Robert-Bosch-Stiftung beschäftigt sich umfassend mit der Aufnahme von Flüchtlingen in den Ländern und Kommunen, untersucht behördliche Praxis und zivilgesellschaftliches Engagement und fragt nach den Erfolgsfaktoren der Integration bei der Unterbringung von Flüchtlingen.
Die lesenswerte umfangreiche Studie kommt zu den zentralen Ergebnissen, dass eine langfristige dezentrale Unterbringung sowie eine frühzeitige Information und Beteiligung der Bevölkerung sowie Einbindung der Flüchtlinge in das Leben vor Ort die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine gelingende Integration sind – und bestätigt damit die Wichtigkeit Ihrer Arbeit.

Die Studie kann hier gelesen werden:
>>> Robert-Bosch-Stiftung: Die Aufnahme von Flüchtlingen in den Bundesländern und Kommunen

 

 

Arbeitshilfen

Einige aktuelle Arbeitshilfen haben wir Ihnen bereits oben bei den jeweiligen Themen vorgestellt. Hier finden Sie weitere Hinweise auf einige aktuelle Angebote.

 

Mailingliste Asyl-BY für Ehrenamtliche in Bayern

Anfang Oktober haben wir im Rahmen des Projekts VOR ORT des Bayerischen Flüchtlingsrats die Mailingliste Asyl-BY gestartet, auf der einige von Ihnen eingetragen sind. Die Mailingliste ist nach einigen Startschwierigkeiten nun in regem Betrieb und bietet die Möglichkeit des Austauschs, der Diskussion und der Vernetzung untereinander.

Ehrenamtliche in ganz Bayern haben oft mit den gleichen Probleme zu kämpfen, einen intensiven Austausch gibt es aber nur punktuell. Viele Initiativen entwickeln tolle Lösungen & Konzepte, die nachahmenswert aber wenig bekannt sind. Die lokalen Behörden handeln vielfach sehr unterschiedlich, so dass die Praxis andernorts spannend zu wissen wäre.
Um die Möglichkeit zu haben, sich mit anderen Ehrenamtlichen über solche und andere Sachverhalte auszutauschen, können Sie sich in die Mailingliste Asyl-BY eintragen. Mit einer E-Mail können Sie dadurch viele Aktive erreichen, Fragen stellen, Anfragen beantworten und an Diskussionen teilnehmen.

Sie können sich hier in die Mailingliste eintragen:
>>> Bayerischer Flüchtlingsrat: Mailingliste Asyl-BY

 

Informationsangebote für Flüchtlinge im Internet

Pro Asyl hat auf seiner Internetseite eine Übersicht über Informationsangebote für Flüchtlinge im Internet zusammengestellt. Dort findet sich eine Vielzahl an Angebote, die sich konkret an Asylsuchende richten, zu Themen wie Erstorientierung, Gesundheitsversorgung, Bildung & Arbeit etc.

Die Übersicht kann hier in deutscher und englischer Sprache abgerufen werden:
>>> Pro Asyl: Übersicht: Informationsangebote für Flüchtlinge im Internet (deutsch)
>>> Pro Asyl: Helpful Links for Refugees (englisch)

 

Informationen zur Anhörung im Asylverfahren

Die Befragung zu den Asylgründen ist der wichtigste Termin im Asylverfahren jedes Asylsuchenden. Mehrsprachige und aktuelle Tipps zur Anhörung / dem „Interview“ finden Sie bei asyl.net sowie bei der Refugee Law Clinic München. Die Unterlagen sind grundsätzlich lesenswert und sollten vor allem von Asylsuchenden in der jeweiligen Sprache vor dem Interview gelesen werden.

>>> asyl.net: Information zur Anhörung im Asylverfahren
>>> Refugee Law Clinic München: Leitfaden Anhörung BAMF

Außerdem möchten wir zu diesem Thema noch auf die Gruppe ‘ArrivalAid’ hinweisen, die eine Vorbereitung und Begleitung zur Anhörung in München anbietet:
>>> ArrivalAid

 

 

Veranstaltungshinweise


04.-05.12.2015: Fränkisches Integrationsforum
Lichtenfels

Die Franken-Akademie veranstaltet am Freitag und Samstag, den 04. und 05.12., in Kooperation mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat das Fränkische Integrationsforum 2015 mit dem Titel ‘Deutschlands Willkommenskultur’.
Die Veranstaltung richtet sich an Ehrenamtliche und verspricht ein spannendes Programm sowie regen Austausch und der Diskussion unter Aktiven in der Flüchtlingsarbeit.

>>> zum Programm
>>> zur Anmeldung

11.12.2015: Informationsgespräch ‘Afghanistan – ein sicheres Land?’
Bayerischer Landtag, München

Die Grünen im Bayerischen Landtag laden für Freitag, den 11.12.2015, zu einem Informationsgespräch im Bayerischen Landtag zum Thema Flucht aus Afghanistan ein. Inputs wird es unter anderem von Stephan Reichel von der Evangelischen Landeskirche, von Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat und von afghanischen Flüchtlingen geben.

Aus der Ankündigung: „Die Lebensrealitäten der Menschen in Afghanistan sowie die Analyse der vielfältigen Fluchtgründe stehen bei unserem Informationsgespräch im Mittelpunkt. Es wird einen Einblick in die Motivation und Odyssee der afghanischen Flüchtlinge geben. Auch werden Flüchtlinge aus Afghanistan zu den aktuellen Entwicklungen und ihrer Situation hier Einblicke geben.

>>> Weitere Informationen und Anmeldung

2016: Fortbildungsprogramm des FBB
Nürnberg

Die Einrichtung ‘FBB Fortbildung für Betreuerinnen und Betreuer’ in Nürnberg bietet auch in 2016 ein umfangreiches Fortbildungsprogramm zum Asyl- und Ausländerrecht an, das auch für Ehrenamtliche interessant ist.
Unter anderem finden eine ganztägige Schulung zur Anhörung im Asylverfahren, zwei Mal ein Zweitagesseminar zum Asylverfahren bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, sowie zwei Tagesseminare zum Dublin-Verfahren statt.

>>> zum gesamten Programm

Wir hoffen, diese Informationen helfen Ihnen weiter.
Trotz gewissenhafter Arbeit könnte sich natürlich ein Fehler eingeschlichen haben. Falls dem so sein sollte, sind wir über einen Hinweis an vor-ort@fluechtlingsrat-bayern.de dankbar.

Wir werden Sie weiterhin über diesen Verteiler auf dem Laufenden halten und können Sie beruhigen: Nicht jeder Newsletter wird so umfangreich sein. Wir entschuldigen uns für die Textfülle, wollten aber angesichts der vielen Änderungen einfach nicht zu viel kürzen.

Sollten Sie Hinweise, Arbeitsmaterialien und Veranstaltungstipps für folgende Newsletter oder unsere Internetseite, die wir derzeit ausbauen, haben, freuen wir uns ebenfalls über eine E-Mail an vor-ort@fluechtlingsrat-bayern.de.

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Das Projekt VOR ORT wird gefördert von:

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Das Projekt VOR ORT wird gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung und der Evangelischen Landeskirche Bayern.

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