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[13.10.08] HIERGEBLIEBEN! – Save me – Dringende Spendenbitte .

Die HIERGEBLIEBEN -Veranstaltungen waren wirklich sehr, sehr beeindruckend! Am 30. Sept. im EBW die VA mit Heiko Kauffmann (u.a. im Vorstand von Pro Asyl) und die zwei Theateraufführungen vom GRIPS-Theater Berlin am 08. Okt. im Theater der Mälzerei ( ausverkauft, ca 140 Personen) und Schulaufführung am 09. Okt. im Antoniussaal (ca 650 (!) SchülerInnen) .

Presseberichte siehe www.regensburg-digital.de und MZ vom 13.10. 08 (Stadtteil und Kulturseite ). Der Ankündigungsflyer für Vortrag und Theater “HIERGEBLIEBEN” (vierseitig DIN A5) können Sie hier herunteralden durch durch Anklicken von

http://www.biasyl.de/files/HIERGEBLIEBEN2.pdf

Nun hoffen wir auf ” anstoßende und nachhaltige” Wirkung!

Die drohende Dublin II – Griechenland Abschiebung des kurdisch-irakischen Flüchtlings Khalaf Asward Azhar muß verhindert werden. Derzeit werden die laufenden juristischen Bemühungen abgewartet.

Konkret bitten wir heute um zweierlei:

a ) Werdet ” Botschafter” für die “save – me- Kampagne” 

Die Kampagne verfolgt das Ziel, daß Deutschland ein “Resettlement-Programm” einrichtet. Nach dem Vorbild von München (einstimmiger Stadtratsbeschluß) wurde die Kampagne in verschieden Städten aufgegriffen; in Regensburg wurde sie initiert von amnesty international Asyl AK. Alle Informationen und Eintrag als “save – me Botschafter” unter www.save-me-regensburg.de

b.)Dringende Spendenkampagne/-bitte “150 mal 10.-€ = 1500.- € = Solidarität” 

Unter diesem Motto bitten wir sehr dringend und herzlich um eine Spende, um dem 38.-jährigen Flüchtling S. zu seinem Recht zu verhelfen. Wir bitten zunächst nur um kurze email – Mitteilung bis Sonntag 19.10 , welchen Betrag Sie/Du spenden willst/kannst (Einzelpersonen z.B. zwischen 5.- bis 25.-€ , Gruppen z.B. 10-30 € ). Am 20. 10. werden wir mitteilen, in welcher Höhe bisher Zusagen vorliegen. Um Überweisung werden wir erst bitten, wenn absebar ist, daß die erforderlichen 1500.-€ zusammen kommen. Wir denken auch an einen Zuschußantrag beim Rechtshilfefonds von Pro Asyl und dem Flüchtlngshilfsfonds von pax christi Regensburg.

Herr S. befindet sich seit Mai 2008 in Behandlung in einer geschlossenen forensischen Station des BKH Regensburg. Bei Entlassung droht ihm die Abschiebung in die Türkei. Dies muß verhindert werden. Auch eine “freiwilige” Ausreise kommt nicht in Frage. Nach Bitten der behandelnden Ärzte haben Gotthold Streitberger für die BI Asyl zusammen mit Frau Malle-Hess von der Caritas-Flüchtlngsberatungsstelle sehr intensive Gespräche mit Herrn S und dem behandlenden Arzt geführt. Die Sache ist sehr komplex und füllt laut Ausländeramt Regensburg viele Akten. Der Rechtsanwalt, den wir gebeten haben die Angelegenheit juristich zu prüfen, verlangt dafür wegen der Komplexität und, weil so viele Akten durchgearbeitet werden müssen, 1500.-€. Aber Herr S – in geschlossener Station – ist völlig mittellos und ohne Kontakt zu Familienangehörigen/Bekannten.

Der Kurde mit türkischer Nationalität lebte die letzten Jahre illegal in Bulgarien. Dort wurde er als Illegaler schließlich verhaftet und kam mehrere Monate in ein bulgarisches Gefängnis. In diesem Gefängis wurde er übel mißhandelt und schließlich von dort in die Forensik BKH Regensburg überstellt. Grundlage dafür ist ein deutscher Haftbefehl. Herr S war vor seinem illegalen Aufenthalt in Bulgarien aus der Forensik Regensburg geflohen. Dort wurde er damals wegen einer Straftat, für die er nicht schuldfähig war, behandelt. Aus dieser Behandlung flüchtet er aus Angst vor anschließender Abschiebung. Er gelangte nach Bulgarien, wo er die letzten Jahre illegal verbrachte.

Herr S. hat schon als Jugendlicher in der Türkei Schlimmes erleben müssen. 1993 kam er als Asylbewerber nach Deutschland und bald nach Regensburg. Hier rutschte er Mitte der 90erJahre ab in einen Kreislauf von Drogenmißbrauch, Straftaten , Haft, Obdachlosigkeit, psychischer Erkrankung… Obwohl er damals seinen Angaben zufolge als politisch Verfolgt anerkannt war, wurde er nach einer mehrjährigen Haftstrafe vom Ausländeramt Regensburg mit fragwürdigen Methoden und unter noch zu klärenden Umständen in die Türkei abgeschoben. Nach Abschiebung wurde er sofort inhaftiert, 9 Tage lang festgehalten und (“von Männern mit schwarzer Kappe”) schwer gefoltert. Nach Freilassung flüchtet er wieder aus der Türkei, seither lebt Herr S. quasi ständig auf der Flucht.. Die letzen Jahre wie gesagt illegal in Bulgarien, bis er von dort über Gefängnis und erneute Mißhandlungen zurück nach Deutschland , in die Forensik Regensburg, kam.

Wir bitten dringend um Ihre/Eure Hilfe/Solidarität, konkret um eine erste Rückmeldung bis 19.10. per email (oder Tel 0941/86214) welchen Betrag Du /Sie spenden kannst/könnt.